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Geotechnische Baugrubenüberwachung in Hamm – Messen, bevor die Wand sich bewegt

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Hamm, mit seiner durch den Kohlebergbau und die Lippeauen geprägten Geologie, stellt die Geotechnische Baugrubenüberwachung vor besondere Aufgaben. Die Altbergbauzonen im Stadtgebiet und die weichen Talsedimente entlang der Lippe erfordern eine messtechnische Begleitung, die weit über die reine Standsicherheit hinausgeht. Wir kombinieren moderne Inklinometer mit automatisierten Setzungspegeln, um Verformungen im Zehntelmillimeterbereich zu erfassen. Bei der Neubebauung auf der ehemaligen Zeche Radbod zeigte sich, dass eine frühzeitige messtechnische Nullmessung die Projektsicherheit maßgeblich erhöht. Das Baugrundrisiko in Hamm ist kalkulierbar, sofern die Geotechnische Baugrubenüberwachung als integraler Bestandteil des Bauablaufs und nicht als lästige Pflichtübung verstanden wird.

Ein Millimeter Verformung an der Baugrubenwand kann in Hamm den Unterschied zwischen einer gelungenen Unterfangung und einem Schadensfall bedeuten.

Unser Ansatz

Ein klassischer Fehler in Hamm ist die Vernachlässigung der rückwärtigen Verformungsmessung bei rückverankerten Baugruben in weichen Mergelschichten. Man verlässt sich auf die hydraulische Ankerprüfung und übersieht, dass der Mergel unter Dauerlast kriecht. Unsere Geotechnische Baugrubenüberwachung setzt deshalb auf redundante Messsysteme: Kraftmessdosen an Litzenankern kombiniert mit digitalen Inklinometerketten hinter der Verbauwand. Der Plattendruckversuch liefert uns vorab die Steifemoduln des Planums, während die laufende Überwachung den tatsächlichen Spannungsabbau im Boden dokumentiert. Seit der Einführung des Eurocode 7 in die Baupraxis ist der observational approach ohne belastbare Messdaten der Geotechnischen Baugrubenüberwachung nicht mehr standfestigkeitsrelevant nachweisbar. Wir protokollieren jede Abweichung vom prognostizierten Verformungsbild und schlagen automatisch Alarm, bevor die zulässige Verformung erreicht wird.
Geotechnische Baugrubenüberwachung in Hamm – Messen, bevor die Wand sich bewegt
Technisches Referenzbild — Hamm

Örtliche Baugrundfaktoren

Die DIN 1054:2021 fordert für Baugruben der Schwierigkeitsklasse 3 in innerstädtischen Lagen eine lückenlose messtechnische Überwachung. In Hamm betrifft dies vor allem die Baugruben entlang der Bahnhofstraße und im Umfeld der historischen Stadtmauerreste, wo selbst geringe Setzungen zu irreversiblen Schäden an der Nachbarbebauung führen können. Der maßgebliche Lastfall ist oft nicht der Endzustand, sondern die Teilaushubphase mit partiell aktivierten Ankern. Ein hydraulischer Grundbruch in den quartären Sanden der Lippeniederung ist ein reales Szenario, das nur durch eine kontinuierliche Geotechnische Baugrubenüberwachung der Porenwasserdruckgeber beherrschbar bleibt. Wir haben für das Stadtgebiet Hamm einen ereignisgesteuerten Alarmierungsplan entwickelt, der die spezifischen Grundwasseramplituden der Lippe berücksichtigt.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Messintervall Inklinometer0,5 m
Genauigkeit Neigungssensor±0,1 mm/m
Kraftmessdose Nennlastbis 1200 kN
Setzungspegel Auflösung0,01 mm
DatenübertragungLTE/4G Echtzeit
Überwachungsintervall Hauptphase2 Minuten
ReferenznormDIN 1054:2021

Weitere Fachleistungen

01

Inklinometer- und Extensometermessungen

Installation von Vertikal- und Horizontalinklinometern zur Erfassung des Verformungskörpers hinter der Verbauwand. Datenauswertung im Stundenrhythmus mit automatischer Differenzvektordarstellung.

02

Ankerkraft- und Steifenlastmessung

Kontinuierliche Überwachung der Ankerkräfte mittels Ringkraftmessdosen und Dehnmessstreifen an Steifen. Abgleich mit der statischen Berechnung und Alarmauslösung bei Lastumlagerungen.

03

Grundwasser- und Setzungsmonitoring

Automatisierte Schlauchwaagen und Porenwasserdruckaufnehmer zur Kontrolle der Grundbruchsicherheit. Besonders kritisch in den grundwasserführenden Sanden der Lippeterrassen.

Referenznormen

DIN 1054:2021 – Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau, DIN EN 1997-1:2009 (Eurocode 7) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN 4123 – Gebäudeabfangungen, Unterfangungen und Baugrubensicherungen, DGGT-Empfehlung Nr. 4 – Messtechnische Überwachung von Baugruben

Häufige Fragen

Welche Messfrequenz ist bei der Geotechnischen Baugrubenüberwachung in Hamm üblich?

Die Messfrequenz richtet sich nach der Baugrubenklasse und der Aushubphase. Während der kritischen Teilaushubphase unter Grundwasserabsenkung erfassen wir die Daten im 2-Minuten-Takt. In Ruhephasen nach Erreichen der Endtiefe reduzieren wir auf ein stündliches Intervall. Entscheidend ist die Reaktionszeit des Systems, nicht die reine Messrate.

Was kostet eine Geotechnische Baugrubenüberwachung für eine innerstädtische Baugrube in Hamm?

Für die messtechnische Ausrüstung und die Betreuung einer Baugrube mit drei Messprofilen und einer Laufzeit von sechs Monaten bewegen sich die Kosten typischerweise zwischen €650 und €2.620 pro Profil und Monat, abhängig vom Automatisierungsgrad und der Datenfernübertragung.

Müssen die Messergebnisse dem Bauherrn in Echtzeit vorliegen?

Ja, wir stellen eine passwortgeschützte Webplattform bereit, auf der die Verformungsplots und Lastdiagramme live einsehbar sind. Bei Überschreitung der festgelegten Schwellwerte erfolgt zusätzlich eine SMS-Alarmierung an den Bauleiter und den verantwortlichen Prüfstatiker.

Welche Rolle spielt der Baugrundgutachter bei der Überwachung?

Der Baugrundgutachter definiert die Alarmwerte und bewertet die Messergebnisse im Abgleich mit der Standsicherheitsberechnung. Er entscheidet, ob die beobachteten Verformungen innerhalb der zulässigen Prognose liegen oder ob bauliche Gegenmaßnahmen erforderlich sind.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Hamm und Umgebung. Mehr Info.

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