In Hamm begegnet man unter der dünnen Deckschicht oft den quartären Sanden und Kiesen der Lippe, die auf den ersten Blick tragfähig wirken. Der SPT liefert hier mehr als nur eine Schlagzahl – er deckt die oft übersehene, lockere Lagerung in alten Flutrinnen auf. Genau diese Wechsellagerungen entscheiden über das Setzungsverhalten. Während ein CPT-Versuch den kontinuierlichen Spitzendruck misst, gibt der SPT die direkte Bodenprobe für das Labor frei und erlaubt die Klassifikation nach DIN 4022. So entsteht für Pfahlgründungen im Hafengebiet oder Bodenplatten nahe der Ahse ein belastbares Baugrundmodell, das die Sicherheitsbeiwerte des Eurocode 7 praxisnah mit Leben füllt.
Die SPT-Bohrung in Hamm verbindet die direkte Entnahme gestörter Proben mit der Ermittlung der Lagerungsdichte – ein pragmatischer Ansatz für die wechselhaften Quartärablagerungen.
Häufige Fragen
Was kostet eine SPT-Bohrung in Hamm im Mittel?
Für eine SPT-Bohrung in Hamm, inklusive Bericht, liegen die Kosten je nach Tiefe und Zugänglichkeit zwischen €460 und €620 pro Sondierpunkt. Bei umfangreicheren Projekten mit mehreren Sondierungen und Laborversuchen wird ein individuelles Angebot erstellt.
Warum ist der SPT in den Hammer Sanden dem Rammsondierung vorzuziehen?
Der SPT bietet in den rolligen Böden des Lippetals den entscheidenden Vorteil der direkten Probengewinnung. Während eine Rammsondierung nur einen Spitzenwiderstand liefert, erlaubt das Rammkernfutter des SPT die visuelle Ansprache und die Entnahme gestörter Proben für die Korngrößenanalyse, was die Klassifikation nach DIN 4022 erst ermöglicht.
Welche Norm muss bei einer SPT-Bohrung in Deutschland eingehalten werden?
Die Durchführung des Standard Penetration Test in Deutschland ist in der DIN EN ISO 22476-3:2005-04 geregelt. Sie legt die genaue Rammenergie von 473 J und das Verfahren fest. Die daraus gewonnenen Proben werden dann im Labor nach der DIN EN ISO 17892 geprüft.
Bis zu welcher Tiefe ist eine SPT-Bohrung in der Stadt sinnvoll?
In Hamm bohren wir den SPT üblicherweise bis in Tiefen, die für die lokalen Gründungslasten relevant sind – das sind meist 10 bis 20 Meter. In diesem Bereich liegen die quartären Sande und Kiese, die für die Pfahltragfähigkeit entscheidend sind. Bei Bedarf kann auch tiefer sondiert werden, um die Oberkante des tragfähigen Kreidegebirges zu erreichen.
Wie werden die SPT-Schlagzahlen für die Bemessung einer Bodenplatte in Hamm aufbereitet?
Die rohen N30-Werte werden zunächst energiekorrigiert und auf Überlagerungsdruck bezogen. Aus den korrigierten Werten leitet das Team Reibungswinkel und Steifemoduln ab. Diese gehen dann direkt in die Setzungsberechnung für die Bodenplatte ein, um die Verformungen unter der geplanten Belastung verlässlich abzuschätzen.