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SPT-Bohrung in Hamm: Tragfähigkeit sicher bewerten

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In Hamm begegnet man unter der dünnen Deckschicht oft den quartären Sanden und Kiesen der Lippe, die auf den ersten Blick tragfähig wirken. Der SPT liefert hier mehr als nur eine Schlagzahl – er deckt die oft übersehene, lockere Lagerung in alten Flutrinnen auf. Genau diese Wechsellagerungen entscheiden über das Setzungsverhalten. Während ein CPT-Versuch den kontinuierlichen Spitzendruck misst, gibt der SPT die direkte Bodenprobe für das Labor frei und erlaubt die Klassifikation nach DIN 4022. So entsteht für Pfahlgründungen im Hafengebiet oder Bodenplatten nahe der Ahse ein belastbares Baugrundmodell, das die Sicherheitsbeiwerte des Eurocode 7 praxisnah mit Leben füllt.

Die SPT-Bohrung in Hamm verbindet die direkte Entnahme gestörter Proben mit der Ermittlung der Lagerungsdichte – ein pragmatischer Ansatz für die wechselhaften Quartärablagerungen.

Unser Ansatz

Ein typischer Fehler bei Bauvorhaben im Hammer Westen ist die Annahme, dass der SPT-Wert allein die Tragfähigkeit bestimmt. Ohne die Korngrößenanalyse im Anschluss bleibt die Bodenklassifikation unvollständig. Erst die Kombination aus Schlagzahl, Kornverteilung und der Bestimmung der Atterberg-Grenzen bei bindigen Lagen schafft die normativ geforderte Beschreibung des Baugrunds. Im Labor werden die im Rammkern gewonnenen Proben nach DIN EN ISO 17892 geprüft. Das Ergebnis sind Reibungswinkel und Kohäsion, die direkt in die Bemessung einfließen. Für die oft anstehenden Terrassensande bedeutet das: eine realistische Einschätzung der Verdichtbarkeit und des Setzungspotenzials, bevor die Rüttelplatte anrückt.
SPT-Bohrung in Hamm: Tragfähigkeit sicher bewerten
Technisches Referenzbild — Hamm

Örtliche Baugrundfaktoren

Das schwere Rammgestänge der SPT-Ausrüstung wird in Hamm auf dem sandigen, teils grundwasserführenden Untergrund eingesetzt. Beginnt die Bohrung ohne ausreichende Verrohrung, kollabiert das Bohrloch in den feinsandigen Schichten der Lippeaue und die Rammkernprobe wird unbrauchbar. Die größte Gefahr in Hamm ist eine Fehlinterpretation der N-Werte: Erhöhte Schlagzahlen durch einen einzelnen Kiesstein in der Tiefe täuschen eine tragfähige Schicht vor, die es im gesamten Baufeld nicht gibt. Ohne ein dichtes Raster an Sondierungen bleibt dieses Risiko unerkannt. Das Team sichert die Ergebnisse durch redundante Laborversuche ab und kalibriert die Schlagzahlen mit den lokalen Erfahrungswerten aus dem Lippetal, um Fehlbemessungen bei der Pfahltragfähigkeit zu vermeiden.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Normative BasisDIN EN ISO 22476-3:2005-04
EinsatzbereichRollige Böden, weiche bindige Böden, verwitterter Fels
Rammenergie473 J (Masse 63,5 kg, Fallhöhe 760 mm)
Schlagzahl N30Anzahl Schläge für 30 cm Eindringung
Bodengruppen nach DIN 4022Klassifikation durch Laborversuche
BerichtsumfangSäulenprofile, N-Diagramme, Bodenansprache
ProbengewinnGestörte Proben im Rammkernfutter

Weitere Fachleistungen

01

SPT-Felderkundung mit Bericht

Durchführung von SPT-Bohrungen nach DIN EN ISO 22476-3 mit schwerem Rammgerät. Lieferumfang: Bohrprofile, N30-Diagramme und detaillierte Bodenansprache nach DIN 4022 für Einzelfundamente und Pfahlgründungen.

02

Baugrundgutachten und Gründungsberatung

Ableitung von Bodenkennwerten (Reibungswinkel, Kohäsion, Steifemodul) aus den SPT-Daten. Erstellung des geotechnischen Berichts nach Eurocode 7 mit konkreten Empfehlungen für die Fundamente in den einzelnen Baufeldern.

03

Kombinierte Untergrunderkundung

Ergänzung der SPT-Bohrungen durch Rammsondierungen und Laborversuche (Korngrößenanalyse, Atterberg-Grenzen) zur lückenlosen Klassifikation der quartären Sedimente im Stadtgebiet Hamm.

Referenznormen

DIN EN ISO 22476-3: Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Felduntersuchungen – Teil 3: Standard Penetration Test, DIN 4022-1: Baugrund und Grundwasser – Benennen und Beschreiben von Boden und Fels, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7): Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN EN ISO 17892: Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben

Häufige Fragen

Was kostet eine SPT-Bohrung in Hamm im Mittel?

Für eine SPT-Bohrung in Hamm, inklusive Bericht, liegen die Kosten je nach Tiefe und Zugänglichkeit zwischen €460 und €620 pro Sondierpunkt. Bei umfangreicheren Projekten mit mehreren Sondierungen und Laborversuchen wird ein individuelles Angebot erstellt.

Warum ist der SPT in den Hammer Sanden dem Rammsondierung vorzuziehen?

Der SPT bietet in den rolligen Böden des Lippetals den entscheidenden Vorteil der direkten Probengewinnung. Während eine Rammsondierung nur einen Spitzenwiderstand liefert, erlaubt das Rammkernfutter des SPT die visuelle Ansprache und die Entnahme gestörter Proben für die Korngrößenanalyse, was die Klassifikation nach DIN 4022 erst ermöglicht.

Welche Norm muss bei einer SPT-Bohrung in Deutschland eingehalten werden?

Die Durchführung des Standard Penetration Test in Deutschland ist in der DIN EN ISO 22476-3:2005-04 geregelt. Sie legt die genaue Rammenergie von 473 J und das Verfahren fest. Die daraus gewonnenen Proben werden dann im Labor nach der DIN EN ISO 17892 geprüft.

Bis zu welcher Tiefe ist eine SPT-Bohrung in der Stadt sinnvoll?

In Hamm bohren wir den SPT üblicherweise bis in Tiefen, die für die lokalen Gründungslasten relevant sind – das sind meist 10 bis 20 Meter. In diesem Bereich liegen die quartären Sande und Kiese, die für die Pfahltragfähigkeit entscheidend sind. Bei Bedarf kann auch tiefer sondiert werden, um die Oberkante des tragfähigen Kreidegebirges zu erreichen.

Wie werden die SPT-Schlagzahlen für die Bemessung einer Bodenplatte in Hamm aufbereitet?

Die rohen N30-Werte werden zunächst energiekorrigiert und auf Überlagerungsdruck bezogen. Aus den korrigierten Werten leitet das Team Reibungswinkel und Steifemoduln ab. Diese gehen dann direkt in die Setzungsberechnung für die Bodenplatte ein, um die Verformungen unter der geplanten Belastung verlässlich abzuschätzen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Hamm und Umgebung.

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