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Schürfgruben in Hamm: Geotechnische Erkundung direkt am Bauort

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Der sandige Mergelboden des Hammer Westens verlangt einen anderen Aufschluss als die bindigen Auenlehme entlang der Lippe. In Hamm, mit knapp 180.000 Einwohnern und einer Geologie, die von Kreidemergeln über quartäre Sande bis zu organischen Weichschichten reicht, reicht ein pauschales Baugrundgutachten selten aus. Wir setzen die Schürfgrube nach DIN 4021 an, um Schichtprofile lagenweise freizulegen und ungestörte Proben fürs Labor zu gewinnen. Die Aufschlusstiefe liegt meist zwischen 2,50 und 4,00 m, abhängig von Grundwasser und Tragschicht. Wer zusätzlich tiefenabhängige Kennwerte braucht, kombiniert die Grube mit einer SPT-Bohrung oder einem CPT-Versuch. So entsteht ein belastbares Modell, das die spätere Gründung absichert.

Eine gut angesetzte Schürfgrube zeigt in 3 Metern Tiefe mehr über den Hammer Baugrund als 3 Sondierungen ohne Aufschluss.

Unser Ansatz

Zwischen dem Bockumer Sand im Westen und den tonig-schluffigen Böden im Hammer Norden liegen Welten. In Bockum-Hövel fördert die Schürfgrube oft Mittelsande zutage, die sich gut verdichten lassen, während wir im Umfeld der Lippeauen bereits ab 1,20 m Tiefe auf weiche, organische Horizonte stoßen. Die Grubenwand wird manuell nachgearbeitet, jedes Schichtpaket angesprochen und beprobt. Für die Klassifikation im Labor greifen wir auf die Korngrößenanalyse und die Atterberg-Grenzen zurück. In den sandigen Abschnitten ermitteln wir zusätzlich die Lagerungsdichte mit dem Sandkegel-Dichteverfahren, bevor der Aushub wieder verfüllt wird. Jede Grube dokumentieren wir fotografisch und mit einem maßstäblichen Schichtprofil.
Schürfgruben in Hamm: Geotechnische Erkundung direkt am Bauort
Technisches Referenzbild — Hamm

Örtliche Baugrundfaktoren

Hamm liegt auf 63 m ü. NHN, mit einem Grundwasserspiegel, der in den Lippeniederungen bis auf 2 m unter Gelände ansteigen kann. Wird die Schürfgrube ohne Wasserhaltung abgeteuft, läuft die Grube in feuchten Perioden voll und die Proben sind für Laborversuche unbrauchbar. Organogene Lagen, wie sie im Bereich der Alten Lippe auftreten, setzen zudem Setzungspotenzial frei, das ohne Beprobung in der Tiefe unsichtbar bleibt. Wir setzen die Gruben deshalb bevorzugt in trockenen Witterungsfenstern an und sichern die Wandung bei Bedarf mit Stahlverbau. Wer auf eine Schürfgrube verzichtet, riskiert Fehleinschätzungen im Homogenbereich – und damit Nachträge bei der Gründung.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Norm für SchürfgrubenDIN 4021
Regel-Aufschlusstiefe2,50 – 4,00 m
ProbenentnahmeGestört und ungestört (Zylinder)
DokumentationFotodokumentation + Schichtprofil
LaborleistungISO 17025, DIN EN ISO 17892
VerfüllungLagenweise mit Aushubmaterial

Weitere Fachleistungen

01

Schürfgrube mit Laborprogramm

Aufschluss nach DIN 4021, Probenahme, Klassifikation nach DIN 18196 und Bestimmung der Konsistenzgrenzen im akkreditierten Labor.

02

Schürfgrube + Rammsondierung

Kombination aus Schurf und leichter Rammsonde (DPL) für den Eindringwiderstand der anstehenden Schichten. Schnelle Aussage zur Lagerungsdichte.

03

Schürfgrube für Homogenbereiche

Beprobung jeder Schichteinheit für die Einteilung in Homogenbereiche nach VOB/C. Lückenlose Dokumentation für Ausschreibung und Erdbau.

04

Schürfgrube in Wasserschutzgebieten

Aufschluss mit besonderer Sorgfalt in Zone II/III. Abgestimmte Verfüllung, saubere Probenahme, Dokumentation für die Untere Wasserbehörde.

Referenznormen

DIN 4021 – Baugrund; Aufschluss durch Schürfe und Bohrungen, DIN EN ISO 17892 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung (Laborversuche), DIN 18196 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke

Häufige Fragen

Welche Tiefe erreicht eine Schürfgrube in Hamm üblicherweise?

Im Hammer Stadtgebiet teufen wir Schürfgruben meist auf 2,50 bis 4,00 m ab. Die Endtiefe hängt vom Erreichen der tragfähigen Schicht und vom Grundwasserstand ab – in den Lippeauen ist oft schon bei 2,80 m Schluss.

Was kostet eine Schürfgrube mit Laboranalyse?

Für eine Schürfgrube nach DIN 4021 inklusive Probenahme, Schichtprofil und Labor-Klassifikation liegen die Kosten in Hamm üblicherweise zwischen €420 und €870, abhängig von Tiefe, Bodenart und Probenumfang.

Muss die Schürfgrube nach dem Aushub wieder verfüllt werden?

Ja, die Grube wird lagenweise mit dem Aushubmaterial verfüllt und oberflächennah verdichtet. Die Verfüllung erfolgt so, dass die ursprüngliche Geländeoberkante wiederhergestellt wird – dokumentiert im Schurfprotokoll.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Hamm und Umgebung.

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