Die Industrie- und Bergbaugeschichte von Hamm prägt bis heute den Baugrund. Im Stadtteil Pelkum oder entlang der Lippeauen trifft man auf heterogene Auffüllungen, während der Bockumer Höhenzug von Geschiebemergeln dominiert wird. Diese kleinräumig wechselnden Verhältnisse fordern eine präzise Korngrößenanalyse, bevor ein Gründungskonzept oder ein Erdbauwerk bemessen wird. Die kombinierte Siebung und Sedimentation nach DIN EN ISO 17892-4 liefert die vollständige Kornverteilungskurve – vom Grobkies bis in die Tonfraktion. Unser geotechnisches Labor in der Region wertet die Ergebnisse normgerecht aus und klassifiziert den Boden nach DIN 18196. Bei Auffüllungen mit wechselnder Dichte ergänzt der CPT-Versuch die Laboranalyse um einen lückenlosen Schichtprofil-Scan.
Die Sieblinie ist der Fingerabdruck des Bodens – sie entscheidet über Verdichtbarkeit, Frostempfindlichkeit und Durchlässigkeit in wenigen Gramm Material.
