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Triaxialversuch in Hamm: Bodenfestigkeit zuverlässig bestimmen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Die dreiachsige Belastung im Labor beginnt mit einer zylindrischen Bodenprobe, die in eine Druckzelle eingebaut wird – in Hamm meist entnommen aus Baugruben entlang der Lippe oder aus Gründungen im Lippetal. Über eine Gummimembran wird ein allseitiger Zelldruck aufgebracht, während ein Stempel die Probe axial bis zum Bruch belastet. Der Prüfstand misst dabei kontinuierlich Verformung und Porenwasserdruck. Gerade die quartären Sande und Kiese der Lippe-Terrassen, die in Hamm fast überall anstehen, reagieren empfindlich auf Dränagebedingungen – ein undränierter Versuch zeigt hier oft völlig andere Scherparameter als ein dränierter. Bevor eine solche Kampagne startet, klärt eine Sondierung mit SPT die Schichtenfolge, und für bindige Zwischenlagen ergänzen wir die Klassifikation mit den Atterberg-Grenzen zur plastischen Einordnung.

Der Triaxialversuch nach DIN 18137-2 liefert den effektiven Reibungswinkel φ' – die zentrale Größe für jede Standsicherheitsberechnung im Lockergestein.

Unser Ansatz

Hamm wuchs als Eisenbahnknoten und Industriestadt im 19. Jahrhundert rasant – die Bebauung drang in die Auenlandschaft der Lippe vor, wo anthropogene Auffüllungen und wechselhafte Sand-Ton-Wechselfolgen den Baugrund prägen. Das historische Wachstum hinterließ ein Flickwerk aus Schlacken-, Asche- und Trümmerschichten, die heute bei jedem Neubauprojekt korrekt parametrisiert werden müssen. Der Triaxialversuch liefert hierfür die entscheidenden Kennwerte: effektive Kohäsion c' und effektiver Reibungswinkel φ'. Im Gegensatz zum eindimensionalen Kompressionsversuch oder zum Rahmenscherversuch bildet die Triaxialzelle den Spannungszustand im Boden wirklichkeitsnah ab. Für Dammbauwerke an der Lippe oder tiefe Baugruben im Stadtgebiet Pelkum kombinieren wir den Versuch mit einer Korngrößenanalyse, um die Durchlässigkeit abzuschätzen und Dränagekonzepte zu dimensionieren.
Triaxialversuch in Hamm: Bodenfestigkeit zuverlässig bestimmen
Technisches Referenzbild — Hamm

Örtliche Baugrundfaktoren

Die quartären Lockergesteine unter Hamm sind geprägt von den Terrassenkörpern der Lippe – enggestufte Mittel- bis Grobsande mit Kieseinschaltungen, deren Lagerungsdichte lateral stark schwankt. In den Niederungen lagern zudem holozäne Auelehme mit organischen Anteilen, die bei Wasserzutritt rasch an Scherfestigkeit verlieren. Ein Bauherr, der für eine Baugrubenböschung oder eine Flachgründung allein auf Erfahrungswerte oder SPT-Schlagzahlen setzt, kalkuliert mit einem Reibungswinkel, der um 3 bis 5 Grad danebenliegen kann – das sind schnell 20 % Unterschied im Erddruck. Der Triaxialversuch in Hamm schafft hier Klarheit, denn er trennt Porenwasserdruckeffekte sauber von der Korn-zu-Korn-Spannung. Wer in den Auebereichen oder auf den aufgefüllten Industriebrachen ohne konsolidierte Triaxialdaten plant, riskiert Setzungsdifferenzen, die Rissbilder in Stahlbetonkonstruktionen nach sich ziehen. Das Laborprotokoll mit Spannungswegen und Bruchkriterium liefert die belastbare Eingangsgröße für jede FEM-Berechnung.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
VersuchsartCD (dräniert) / CU (konsolidiert, undräniert) / UU (unkonsolidiert, undräniert)
Probendurchmesser50 mm, 70 mm oder 100 mm (nach DIN EN ISO 17892-8)
Zelldruckbereichbis 1.000 kPa, stufenweise Sättigung mit Gegendruck
Gemessene Parametereff. Kohäsion c', eff. Reibungswinkel φ', undränierte Scherfestigkeit cu
Normative GrundlageDIN EN ISO 17892-8:2018, DIN 18137-2
Probenvorbereitungungestörte Sonderprobe oder eingebaute Laborprobe bei definierter Lagerungsdichte
Porenwasserdruckmessungelektronischer Druckaufnehmer am Sockel, automatische Datenerfassung
BerichtsumfangSpannungs-Dehnungs-Diagramme, Mohr-Coulomb-Hüllkurve, Porenwasserdruckverlauf

Weitere Fachleistungen

01

Konsolidiert-dränierter Triaxialversuch (CD)

Langsame Scherung bei offener Dränage, Porenwasserdruck bleibt Null. Liefert die effektiven Parameter c' und φ' für langfristige Standsicherheitsberechnungen von Dämmen und Böschungen in Hamm.

02

Konsolidiert-undränierter Triaxialversuch (CU)

Konsolidierung unter Zelldruck, dann undränierte Scherung mit Porenwasserdruckmessung. Für Baugruben im gesättigten Sand der Lippe-Terrassen, wo kurzfristige Belastungsänderungen auftreten.

03

Unkonsolidiert-undränierter Triaxialversuch (UU)

Schnellversuch ohne Konsolidierung und Dränage. Ermittelt die undränierte Scherfestigkeit cu – relevant für die Anfangsscherfestigkeit bindiger Schichten und Auffüllungen im Hammer Stadtgebiet.

04

Spannungswegversuch mit Porenwasserdruckanalyse

Detaillierte Aufzeichnung des Spannungs-Dehnungs-Verhaltens und des Porenwasserdrucks über den gesamten Versuchsverlauf. Auswertung nach Cambridge-Modell für verfeinerte FE-Parameter.

Referenznormen

DIN EN ISO 17892-8:2018 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 8: Unkonsolidierter undränierter Triaxialversuch, DIN 18137-2 – Baugrund, Versuche und Versuchsgeräte – Bestimmung der Scherfestigkeit – Teil 2: Triaxialversuch, Eurocode 7 (DIN EN 1997-2) – Geotechnische Bemessung – Ergänzende Regelungen zu DIN 4020

Häufige Fragen

Welche Probenmenge wird für einen Triaxialversuch in Hamm benötigt?

Wir empfehlen ungestörte Sonderproben in Stahlzylindern mit mindestens 70 mm Durchmesser und 140 mm Länge – idealerweise 3 Proben pro Tiefenlage, da für die Mohr-Coulomb-Hüllkurve mehrere Versuche bei unterschiedlichem Zelldruck gefahren werden. Die Proben müssen nach der Entnahme sofort versiegelt und erschütterungsfrei transportiert werden, was unser Team in Hamm mit einem temperaturgeführten Probenkoffer sicherstellt.

Was kostet ein Triaxialversuch in Hamm?

Für eine Versuchsserie mit drei Einzelversuchen (CD oder CU) inklusive Probenvorbereitung, Sättigung, Konsolidierung und Bericht liegen die Kosten in Hamm üblicherweise zwischen 1.600 und 2.150 Euro netto. Der Preis variiert je nach Probenzustand, erforderlichem Zelldruck und ob zusätzliche Porenwasserdruckmessungen ausgewertet werden müssen.

Wie lange dauert ein dränierter Triaxialversuch?

Ein konsolidiert-dränierter Versuch (CD) an einem Mittelsand aus der Lippe-Terrasse benötigt etwa 5 bis 7 Werktage – die langsame Schergeschwindigkeit von 0,01 bis 0,05 mm/min ist zwingend, damit der Porenwasserdruck nicht ansteigt. UU-Versuche sind dagegen in 1 bis 2 Tagen abgeschlossen. Der Prüfbericht mit Hüllkurve und Parametertabelle liegt dann innerhalb einer weiteren Woche vor.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Hamm und Umgebung.

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