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Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Hamm – Präzise Bodenkontrolle

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Die Lippeaue und die sandig-kiesigen Terrassen der Region prägen den Baugrund in Hamm. Wer hier verdichtet, bewegt sich auf historisch gewachsenen Flusssedimenten, oft mit wechselnden Sand- und Schlufflinsen. Die Felddichtebestimmung per Sandkegelverfahren liefert in diesem heterogenen Boden die entscheidende Kennziffer, bevor die nächste Lage aufgebracht wird. Anders als indirekte Sonden misst das Verfahren direkt das entnommene Volumen und vergleicht es mit der eingebauten Masse – eine robuste Methode, die auf Baustellen in Bockum-Hövel ebenso funktioniert wie im Gewerbegebiet Rhynern. Bei bindigen Auffüllungen kann eine ergänzende Korngrößenanalyse die Verdichtungsfähigkeit des Materials klären, bevor der Sandkegel zum Einsatz kommt.

Der Sandkegel misst nicht, was der Boden sein könnte – sondern was er tatsächlich ist: Dichte, Volumen, Masse, direkt vor Ort.

Unser Ansatz

Der Ausbau der Lippe-Schleusen und die Sanierung der Zechenbrache Heinrich Robert haben in Hamm gezeigt, wie stark sich künstliche Auffüllungen und gewachsener Mergel durchdringen. Diese stadtgeschichtliche Schichtung ist der Grund, warum die Felddichtebestimmung hier mehr leisten muss als einen einfachen Soll-Ist-Vergleich. Das Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 erfasst den Verdichtungsgrad direkt am Einbauort, unabhängig von Korngrößenverteilung oder Wassergehalt – ein Vorteil gegenüber nuklearen Sonden. Der Prüfablauf ist einfach: Ein Prüfloch wird ausgehoben, das entnommene Material gewogen, das Volumen mit genormtem Sand verfüllt. Die Trockendichte ergibt sich aus Masse durch Volumen, der Verdichtungsgrad aus dem Verhältnis zur Proctordichte. Auf großen Baustellen in Hamm kombinieren wir das Verfahren gelegentlich mit dem Plattendruckversuch, um das Verformungsverhalten zusätzlich zu charakterisieren.
Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Hamm – Präzise Bodenkontrolle
Technisches Referenzbild — Hamm

Örtliche Baugrundfaktoren

Mit rund 180.000 Einwohnern und einer Höhenlage von nur 63 Metern über NHN liegt Hamm in einer Zone, in der hoch anstehendes Grundwasser und Hochwasserereignisse der Lippe die Bodensättigung rasch verändern können. Eine unzureichende Verdichtung führt in dieser Umgebung nicht nur zu Setzungen, sondern begünstigt bei Wasserzutritt Erosion im Dammkörper. Der Sandkegel ist hier das Kontrollinstrument: Er zeigt sofort, ob die geforderte Trockendichte erreicht wurde oder ob die Walze noch einmal ansetzen muss. Gerade bei Hinterfüllungen von Stützmauern entlang der Kanäle entscheidet die Dichtebestimmung über die langfristige Standfestigkeit der Konstruktion.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN 18125-2
Genormter PrüfsandRundkorn, 0,2–0,6 mm
Minimale Prüftiefe1,5-faches Größtkorn
Typischer Messbereich Trockendichte1,60–2,30 g/cm³
Verdichtungsgrad DPr≥ 97 % (Dammbau), ≥ 100 % (Verkehrsflächen)
Prüfdauer pro Punkt15–25 Minuten
Probemasse je Prüfung1–3 kg (je nach Größtkorn)

Weitere Fachleistungen

01

Felddichtebestimmung (Sandkegel)

Dichtemessung direkt auf der Schüttlage mit genormtem Prüfsand. Inklusive Protokoll mit Trockendichte, Wassergehalt und Verdichtungsgrad DPr, abgestimmt auf die ZTV E-StB.

02

Proctorversuch als Referenz

Ermittlung der Proctordichte im Labor als Bezugsgröße für den Verdichtungsgrad. Materialentnahme direkt von Ihrer Baustelle in Hamm.

03

Kombinierte Tragfähigkeitsprüfung

Ergänzung der Dichtebestimmung durch statische oder dynamische Plattendruckversuche – besonders bei verkehrsbeanspruchten Flächen im Raum Hamm.

Referenznormen

DIN 18125-2: Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens – Teil 2: Feldversuche, DIN 18127: Baugrund, Versuchsdurchführung – Proctorversuch, ZTV E-StB 17: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Erdarbeiten im Straßenbau

Häufige Fragen

Wozu dient die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren?

Sie ermittelt die Trockendichte einer eingebauten Bodenschicht direkt vor Ort. Daraus wird der Verdichtungsgrad als Verhältnis zur Proctordichte berechnet – die zentrale Kenngröße für die Qualitätssicherung im Erd- und Straßenbau.

Wie unterscheidet sich das Sandkegelverfahren von anderen Dichtemessungen?

Es arbeitet volumetrisch: Ein Prüfloch wird ausgehoben, das entnommene Material gewogen und das Lochvolumen mit genormtem Sand ausgelitert. Anders als radiometrische Sonden kommt es ohne Strahlenquelle aus und ist unempfindlich gegen wechselnde Kornzusammensetzungen.

In welchen Böden ist das Verfahren in Hamm sinnvoll?

Das Verfahren eignet sich für alle bindigen und nichtbindigen Böden bis zu einem Größtkorn von 63 mm. In den sandig-kiesigen Terrassenböden und den Auelehmen entlang der Lippe liefert es besonders zuverlässige Werte, da das Loch stabil bleibt und sich das Volumen präzise bestimmen lässt.

Mit welchen Kosten muss ich für eine Sandkegelprüfung rechnen?

Für eine einzelne Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren liegen die Kosten im Raum Hamm üblicherweise zwischen €100 und €140, abhängig von der Anzahl der Prüfpunkte und der Anfahrt. Bei mehreren Messungen an einem Tag reduzieren sich die Kosten pro Punkt entsprechend.

Was passiert, wenn der geforderte Verdichtungsgrad nicht erreicht wird?

Das Protokoll weist den Ist-Wert aus. Liegt er unter dem Soll, muss die Schicht nachverdichtet oder – bei ungeeignetem Material – ausgetauscht werden. Eine erneute Prüfung bestätigt dann den korrigierten Zustand. Der Vorgang ist in der ZTV E-StB klar geregelt.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Hamm und Umgebung.

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