Die Lippeaue und die sandig-kiesigen Terrassen der Region prägen den Baugrund in Hamm. Wer hier verdichtet, bewegt sich auf historisch gewachsenen Flusssedimenten, oft mit wechselnden Sand- und Schlufflinsen. Die Felddichtebestimmung per Sandkegelverfahren liefert in diesem heterogenen Boden die entscheidende Kennziffer, bevor die nächste Lage aufgebracht wird. Anders als indirekte Sonden misst das Verfahren direkt das entnommene Volumen und vergleicht es mit der eingebauten Masse – eine robuste Methode, die auf Baustellen in Bockum-Hövel ebenso funktioniert wie im Gewerbegebiet Rhynern. Bei bindigen Auffüllungen kann eine ergänzende Korngrößenanalyse die Verdichtungsfähigkeit des Materials klären, bevor der Sandkegel zum Einsatz kommt.
Der Sandkegel misst nicht, was der Boden sein könnte – sondern was er tatsächlich ist: Dichte, Volumen, Masse, direkt vor Ort.
Häufige Fragen
Wozu dient die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren?
Sie ermittelt die Trockendichte einer eingebauten Bodenschicht direkt vor Ort. Daraus wird der Verdichtungsgrad als Verhältnis zur Proctordichte berechnet – die zentrale Kenngröße für die Qualitätssicherung im Erd- und Straßenbau.
Wie unterscheidet sich das Sandkegelverfahren von anderen Dichtemessungen?
Es arbeitet volumetrisch: Ein Prüfloch wird ausgehoben, das entnommene Material gewogen und das Lochvolumen mit genormtem Sand ausgelitert. Anders als radiometrische Sonden kommt es ohne Strahlenquelle aus und ist unempfindlich gegen wechselnde Kornzusammensetzungen.
In welchen Böden ist das Verfahren in Hamm sinnvoll?
Das Verfahren eignet sich für alle bindigen und nichtbindigen Böden bis zu einem Größtkorn von 63 mm. In den sandig-kiesigen Terrassenböden und den Auelehmen entlang der Lippe liefert es besonders zuverlässige Werte, da das Loch stabil bleibt und sich das Volumen präzise bestimmen lässt.
Mit welchen Kosten muss ich für eine Sandkegelprüfung rechnen?
Für eine einzelne Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren liegen die Kosten im Raum Hamm üblicherweise zwischen €100 und €140, abhängig von der Anzahl der Prüfpunkte und der Anfahrt. Bei mehreren Messungen an einem Tag reduzieren sich die Kosten pro Punkt entsprechend.
Was passiert, wenn der geforderte Verdichtungsgrad nicht erreicht wird?
Das Protokoll weist den Ist-Wert aus. Liegt er unter dem Soll, muss die Schicht nachverdichtet oder – bei ungeeignetem Material – ausgetauscht werden. Eine erneute Prüfung bestätigt dann den korrigierten Zustand. Der Vorgang ist in der ZTV E-StB klar geregelt.