Die quartären Lockergesteine der Lippeaue und der Haard machen den Untergrund in Hamm oft zur Herausforderung. Vor allem die weichen, setzungsempfindlichen Auenlehme mit breiiger bis weicher Konsistenz verlangen bei der Gründung mehr als nur einen konventionellen Bodenaustausch. Wenn die Tiefe der nicht tragfähigen Schicht zunimmt, reichen klassische Methoden schnell an ihre Grenzen. Genau hier setzt die Rüttelverdichtung als Verfahren an, wobei die reine Verdichtung oft nicht ausreicht und die Kombination mit einem Materialaustausch sinnvoll wird. Die Bemessung von Schottersäulen nach Eurocode 7 (DIN EN 1997) liefert dann die erforderliche Planungssicherheit. Wir begleiten Projekte in Hamm von der ersten Baugrunderkundung bis zur Ausführungsplanung.
Die Tragfähigkeit einer Schottersäule steht und fällt mit der seitlichen Stützung durch den umgebenden Boden – ein Wert, den man in den Auenlehmen Hamms nicht schätzen, sondern messen muss.
Häufige Fragen
Ab welcher Schichtdicke lohnt sich die Bemessung von Schottersäulen in Hamm?
In der Praxis rechnen sich Schottersäulen ab etwa 2,5 m weicher Auenlehm. Darunter ist meist ein Teilbodenaustausch wirtschaftlicher. Die Entscheidung hängt vom Verhältnis der Setzungsdifferenzen ab.
Mit welchen Kosten muss man in Hamm für die Bemessung rechnen?
Die reine Bemessung und Planung liegt je nach Projektgröße und erforderlichem Erkundungsaufwand zwischen €1.160 und €4.380. Entscheidend ist, ob bereits brauchbare Drucksondierungen vorliegen oder wir diese erstellen müssen.
Wie gehen Sie mit organischen Einschlüssen im Baugrund um?
Organische Linsen mit Glühverlusten über 5 % sind für Säulen problematisch, weil die Mantelreibung einbricht. Wir detektieren diese Schichten per Drucksondierung und verdichten das Raster lokal oder ordnen einen Bodenaustausch an.
Welche Vorteile hat die Priebe-Methode für den Standort Hamm?
Die Priebe-Methode liefert schnelle Handrechnungen für das Verbesserungsverhältnis. Bei den heterogenen Talböden Hamms nutzen wir sie als Plausibilisierung, schalten aber immer eine FEM-Berechnung nach, um lokale Setzungsmulden exakt abzubilden.